Debattieren auf höchstem Niveau: Mirtel Mikkor (TSG) und Andrei Oništšik (KSG) gewinnen das Landesfinale in Tartu
Am 06. April 2026 verwandelte sich das Deutsche Kulturinstitut in Tartu (DKI) in eine Bühne für rhetorische Höchstleistungen. Beim diesjährigen Landesfinale von „Jugend debattiert in Mittel-, Ost- und Südosteuropa“ stellten vier Schüler:innen ihr Können unter Beweis und debattierten leidenschaftlich über eine hochaktuelle Frage.
Bereits am 03. April fiel der Startschuss im Halbfinale, das im Deutschen Kulturinstitut in Tallinn ausgetragen wurde. Dort traten insgesamt acht Kandidat:innen in zwei spannenden Debattenrunden gegeneinander an. Die Streitfrage lautete: „Soll die Landesregierung ihre Kommunikation über soziale Netzwerke wie X und TikTok einstellen?“
Nach hart umkämpften Wortgefechten konnten sich vier Debattant:innen für die Endrunde qualifizieren. Besonders stolz ist das Tallinna Saksa Gümnaasium (TSG): Mit Liisa Nummert und Mirtel Mikkor zogen gleich zwei Schülerinnen der Klasse 10a in das große Finale ein.
Bevor es im Finale um alles ging, absolvierten die Teilnehmenden – Liisa Nummert (TSG), Mirtel Mikkor (TSG), Liso Rakki (KSG) und Andrei Oništšik (KSG) – einen intensiven Workshop. Unter der Leitung von ZfA-Fachschaftsberater Dr. Sebastian Benten-Achatzi vertieften sie ihren Sachstand und erhielten wertvolle Tipps per Videokonferenz von der Alumna Julia Bashuk aus Warschau.
Am Finaltag reiste die Klasse 10a gemeinsam mit ihrer Projektlehrkraft Rosalinde Rist und dem Klassenlehrer Fabian Mohrhardt nach Tartu, um ihre Mitschülerinnen zu unterstützen. Die Bedeutung der Veranstaltung wurde durch die Anwesenheit prominenter Gäste unterstrichen: Unter den Zuschauern befanden sich unter anderem der Bürgermeister von Tartu, Urmas Klaas, sowie der deutsche Botschafter, Jan Scheer.
Ein Projekt dieser Größe lebt jedoch von der aktiven Unterstützung erfahrener Schüler:innen. So wurde die Fahrt nach Tartu von einem engagierten Team begleitet: Saara Muller (12a) und Franz Frederick Oja (11a) führten als Moderatoren souverän durch das Programm. Für die professionelle Dokumentation der Veranstaltung sorgte Ingrid Paist (12a) als Fotografin, während Eva Liisa Kuzovlev (12a) ihre Expertise als Jurorin einbrachte. Alle vier blicken auf eine erfolgreiche eigene Teilnahme am Wettbewerb in den Vorjahren zurück und gaben ihre Erfahrung nun an die Jüngeren weiter.
Im entscheidenden Finale am DKI in Tartu lautete das Thema: „Soll Estland die Nutzung von sozialen Medien für unter 14-Jährige verbieten?“. Die Jury, bestehend aus der Vorsitzenden Kaja Reissaar (TSG), Dorothea Schulz (ZfA), Maren Niemeyer (Goethe-Institut) und der Alumna Eva Liisa Kuzovlev, hatte die schwere Aufgabe, die Sieger:innen zu ermitteln.
Nach einer engagierten Debatte, in der sowohl rhetorische Fähigkeiten als auch tiefes Sachwissen präsentiert wurden, standen die Gewinner fest: Andrei Oništšik und Mirtel Mikkor konnten die Jury am meisten überzeugen.
Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Übergabe der Urkunden und Preise, die von der Deutschen Botschaft in Tallinn bereitgestellt wurden. Für Andrei und Mirtel geht die Reise nun weiter: Im September werden sie voraussichtlich zum Europafinale nach Berlin reisen. Dort werden sie Estland vertreten, die kulturelle Vielfalt der deutschen Hauptstadt entdecken und sich mit den Sieger:innen aus anderen Ländern messen.
Herzlichen Glückwünsch zu diesem großartigen Erfolg!
Text: Rosalinde Rist, Sebastian Benten-Achatzi
Fotos: Ingrid Kristin Paist, 12a













