Eine unvergessliche Woche in Lorch (25.03.25 – 01.04.25): Austausch mit dem Gymnasium Friedrich II
Vom 25. März bis 1. April 2025 hatten wir am Tallinna Saksa Gümnaasium die Gelegenheit, eine aufregende Woche in Lorch am Gymnasium Friedrich II zu verbringen. Unsere Schüler:innen wurden liebevoll in Gastfamilien untergebracht und erlebten eine Woche voller neuer Eindrücke und interkultureller Erfahrungen.
Dienstag: Ankunft und erster Eindruck
Der Dienstag begann früh um 4:30 Uhr in Tallinn. Nach einem langen Reiseweg mit Flug und Zug erreichten wir schließlich Lorch, wo wir am Bahnhof von unseren Austauschschüler:innen herzlich empfangen wurden. Bei einem gemeinsamen Pizzaessen in der Schule konnten wir uns stärken und die ersten Gespräche führen. Der Rest des Tages stand den Schüler:innen zur Verfügung, um Zeit mit ihren Gastfamilien zu verbringen.
Mittwoch: Schultag und Ausflug zur Stauferfalknerei
Am Mittwoch starteten wir mit einem Schultag, der unseren Gästen einen Einblick in den deutschen Schulalltag bot. Im Anschluss besuchten wir die Stauferfalknerei am Kloster Lorch, wo wir eine beeindruckende Flugshow mit Adlern und anderen besonderen Vögeln erleben durften. Ein kleiner Rundgang durch das Kloster rundete unseren Besuch ab.
Zurück in der Schule genossen wir ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa und backten anschließend traditionelle Osterplätzchen mit Ausstechförmchen – eine schöne Aktivität, die die Osterzeit in der Region widerspiegelt. Am Abend konnten die Schüler:innen wieder Zeit mit ihren Gastfamilien zu verbringen.
Donnerstag: Ganztagesausflug zum Schloss Lichtenstein und nach Tübingen
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen eines Ganztagesausflugs. Mit dem Bus fuhren wir zum Schloss Lichtenstein, wo wir an einer spannenden Führung teilnahmen. Anschließend ging es weiter nach Tübingen. Dort hatten die Schüler:innen Freizeit, um die Stadt zu erkunden, zu essen und die Sehenswürdigkeiten wie den Hölderlinturm, die Altstadt und den Marktplatz zu genießen. Am Nachmittag traten wir die gemeinsame Rückfahrt mit dem Bus an.
Freitag: Ein Tag in Stuttgart
Am Freitag ging es mit der Bahn nach Stuttgart, wo wir das Mercedes-Benz Museum besuchten – für viele ein echtes Highlight der Woche! Bei sonnigem Wetter und Temperaturen bis zu 15 Grad erkundeten wir anschließend die Stuttgarter Innenstadt, genossen ein Mittagessen am Marienplatz und unternahmen eine kleine Steffelestour (Treppensteigen) zum Karlsberg, von wo aus wir eine tolle Aussicht über die Stadt hatten. Nach einem kleinen Rundgang zu Sehenswürdigkeiten wie dem Rathaus und der alten Kanzlei hatten die Schüler:innen Zeit, die Stadt selbst zu entdecken. Am späten Nachmittag ging es dann wieder mit dem Zug zurück.
Wochenende: Vielfältige Erlebnisse in den Gastfamilien
Das Wochenende verbrachten die Schüler:innen mit ihren Gastfamilien, die ein abwechslungsreiches Programm organisierten. Zu den Aktivitäten gehörten Besuche im Sinsheim Technikmuseum, Wanderungen in den Bergen, ein Grillfest am Abend, Ausflüge zum Porsche Museum in Stuttgart, nach Schwäbisch Gmünd, Shoppen, Besuche in der Wimsner Höhle, Freizeitparkbesuche, Bowling und Wanderungen zum Uracher Wasserfall. Auch traditionell deutsches Essen durfte nicht fehlen.
Montag: Letzte Erlebnisse und Abschied
Am Montag hatten wir zwei Stunden Schule, bevor die estnischen Schüler:innen nach Schwäbisch Gmünd fuhren, wo wir an einer Führung teilnahmen und Freizeit zum Essen und Shoppen hatten. Am Nachmittag trafen wir uns wieder an der Schule, um den letzten Nachmittag und Abend in den Familien zu genießen.
Dienstag: Abreise und Rückblick
Der Dienstag war schließlich der Abreisetag. Am frühen Morgen trafen wir uns am Lorcher Bahnhof. Leider hatte der Zug 30 Minuten Verspätung – ein typisches Beispiel für die deutsche Bahn, das wir als kulturelles Erlebnis mitnehmen konnten. Die S-Bahn zum Flughafen war überfüllt, aber wir kamen rechtzeitig am Stuttgarter Flughafen an, und die Flüge nach Tallinn waren pünktlich.
Rückblick und Dank
Insgesamt war die Woche in Lorch eine wunderbare Erfahrung für alle Beteiligten. Unsere Schüler:innen haben viele neue Wörter gelernt, auch Dialektausdrücke wie „Vespa“ für eine kleine Zwischenmahlzeit. Kulturell fiel auf, dass die Deutschen viel Brot essen und gerne Sprudel aus Flaschen trinken.
Die Highlights waren für jeden unterschiedlich: Während einige das Mercedes-Benz Museum besonders schätzten, fanden andere Freude am Shoppen oder an den Tagesausflügen. Dies zeigt, dass für jeden etwas dabei war.
Wir hoffen, dass die neu geknüpften Kontakte auch weiterhin bestehen bleiben – einige Schüler:innen haben bereits einen Sommerurlaub verabredet. Ein herzlicher Dank geht an die Kolleg:innen in Lorch für die hervorragende Organisation und sowohl an die Förderungen vom Land als auch die Förderung des Regierungspräsidiums Stuttgart, die diesen Austausch unterstützt haben.
Aber ein ganz besonderer Dank geht an die Familien in Lorch, die unsere Schüler:innen sehr herzlich aufgenommen haben und sich um sie eine Woche gekümmert haben! Ohne sie wäre der Austausch nicht möglich gewesen!
Fotos und Text: Teresa Bönsch