„Unsere Demokratie? Gleichberechtigt! Jugend bewegt Europa“ – ein Seminar in Deutschland
Montag – Anreise und Kennenlernen
Am 16. Mai 2026 sind wir, Klasse 11A, nach Deutschland, Essen-Kettwig gereist. Die Reise begann in Tallinn, Estland. Zuerst haben wir uns im Flughafen Tallinn getroffen. Dort haben wir unser Gepäck eingecheckt und auf unseren Flug gewartet. Anschließend sind wir von Tallinn nach Frankfurt geflogen. Der Flug verlief schnell und ohne Probleme.
Nach unserer Ankunft in Frankfurt sind wir zum nächsten Flugzeug gegangen. Von Frankfurt aus sind wir weiter nach Düsseldorf geflogen. Nach der Landung haben wir unser Gepäck abgeholt.
Danach sind wir mit dem Bus nach Essen-Kettwig gefahren. Die Fahrt war angenehm und wir konnten die Umgebung sehen. Wenn wir in Essen-Kettwig angekommen sind, wurden wir freundlich empfangen.
Insgesamt verlief die Anreise sehr gut und ohne Schwierigkeiten.
Text: Richard Ploomipuu
Dienstag bis Freitag – Seminar
Das Seminar „Unsere Demokratie? Gleichberechtigt! Jugend bewegt Europa”
Das Seminar der Europäischen Akademie Otzenhausen brachte uns gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Estland und Deutschland zusammen, um uns einer zentralen Frage zu widmen: Was bedeutet Gleichberechtigung in unserer Demokratie – und was hat das mit unserem eigenen Leben zu tun?
Wir beschäftigten uns mit Frauenrechten und Geschlechtergerechtigkeit, diskutierten über Gesundheit, Meinungsfreiheit und unterschiedliche Lebensbedingungen in Europa. Dabei kamen immer wieder Fragen auf, die uns wirklich bewegt haben: Warum haben nicht alle Menschen die gleichen Chancen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben?
Was das Seminar besonders gemacht hat, war die Art, wie wir gearbeitet haben: Statt klassischem Unterricht spielten wir verschiedene Spiele, diskutierten in Kleingruppen und tauschten uns über unsere eigenen Meinungen und Kenntnisse aus. So haben wir die Themen nicht nur gehört, sondern wirklich gemeinsam durchdacht – auf Deutsch und mit Perspektiven aus zwei Ländern.
Dazu kamen zwei unvergessliche Ausflüge: ein Besuch im Ruhr-Museum in Essen sowie eine Exkursion nach Düsseldorf.
Am Ende des Seminars wurde es kreativ. In kleinen Gruppen entwickelten wir jeweils ein eigenes Projekt zu einem Thema, das uns in der Woche besonders bewegt hat.
Das Seminar hat uns gezeigt: Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie braucht Menschen, die mitmachen – und genau das haben wir eine Woche lang geübt.
Insgesamt hat uns das Seminar sehr gut gefallen. Es war sehr toll auch neue Leute kennenzulernen und eigene Meinungen auszutauschen. Wir werden uns gerne noch an diese Woche erinnern.
Text: Lisa Coral Michiko Muru
Mittwoch – Fahrt zum Ruhr Museum Essen
Am dritten Tag, Mittwoch, haben wir das Ruhr Museum besucht, um das Thema Strukturwandel in Deutschland und Ungleichheit besser zu verstehen. Der Tag begann mit einer Einführung in das Thema “Ungleichheit” und danach sind wir nach Essen zum Ruhr-Museum gefahren. Während der Fahrt bekamen wir die Aufgabe, einen Podcast zu hören, in dem über die Erfahrungen obdachloser Frauen gesprochen wurde. Als wir angekommen waren, beschrieb unser Museumsguide, was genau in dem Zollverein und im Kohlenpott (Ruhrgebiet) produziert wird, und wie sich das Ruhrgebiet verändert hat.
Diesem folgte eine Stationsarbeit in Gruppen, durch die wir mehr über das Gebiet und dessen Geschichte lernen konnten. Die Führung endete mit einem Blick auf die Arbeitsbedingungen der Bergleuten und wir konnten uns sogar eine schwarze Lunge anschauen, die mit Bergbaustaub geschädigt worden war. Insgesamt war der Besuch ins Museum sehr eindrucksvoll, spannend und wir haben viel Interessantes gelernt.
Text: Franz Oja und Oliver Vilibert
Donnerstag – Stadtführung in Düsseldorf durchgeführt von Wohnungslosen
Am 21. Mai fuhren wir mit dem Bus nach Düsseldorf, wo wir die einmalige Gelegenheit hatten, an einer Stadtführung mit ehemaligen Obdachlosen teilzunehmen und die Stadt aus einer anderen Perspektive zu erleben. Die Organisation „Fifty Fifty“ ist eine der Hilfsorganisationen in Düsseldorf, die Obdachlosen durch den Verkauf von Zeitungen und Stadtführungen hilft, wieder Fuß zu fassen. Wir besuchten verschiedene Notunterkünfte und erfuhren mehr über die Abläufe dort und die Erfahrungen unserer Guides. Außerdem sprachen sie über drogenabhängige Obdachlose und wie ihnen geholfen wird. Nach der Tour hatten wir Zeit zur freien Verfügung, um die Stadt zu erkunden und Döner zu genießen. Es war ein sehr schöner und interessanter Ausflug, und wir bedanken uns für die Möglichkeit.
Text: Kadri Rosenberg
Samstag – Heimreise
Nach einer wunderschönen Woche in Essen-Kettwig konnten wir endlich die Heimreise antreten. Zuerst gaben wir unser Zimmer ab und warteten auf den Bus, der uns zum Düsseldorfer Hauptbahnhof brachte. In Düsseldorf hatten wir fünf Stunden Zeit, die Stadt noch einmal zu genießen. Viele von uns gingen essen, shoppen oder machten einfach einen Spaziergang durch die Innenstadt. Die Zeit verging überraschend schnell, und schon trafen wir uns wieder am Bahnhof, um gemeinsam mit dem Zug zum Flughafen Düsseldorf zu fahren. Am Flughafen angekommen, mussten wir noch mit dem SkyTrain zum richtigen Terminal fahren. Unser erster Flug brachte uns von Düsseldorf nach Frankfurt und dauerte etwa 40 Minuten. Anschließend flogen wir von Frankfurt weiter nach Tallinn, dieser Flug dauerte ungefähr zwei Stunden. Um 00:15 Uhr landeten wir schließlich in Tallinn. Nach der langen Reise freuten wir uns alle darauf, nach Hause zu kommen und ins Bett zu fallen. Während der Rückreise sprachen wir viel über die vergangenen Tage und erinnerten uns an die vielen schönen Erlebnisse. Wir haben interessante Menschen kennengelernt, neue Erfahrungen gesammelt und viele unvergessliche Momente erlebt. Am Ende waren wir zwar müde, aber auch glücklich, wieder zu Hause zu sein.
Text: Isabel Arunachalam
Fotos: Isabel Arunachalam, Michael Finger

















